On the road Tag 1
Endlich war es so weit, Dienstag, 24. August 2010 6:00 morgens. Der Trip nach Maria Zell kann beginnen. Vier Tage haben Peter, Schual und ich für die rund 120km eingeplant.
Wie so oft im Leben, ist es auch diesmal anders gekommen als gedacht. Den ersten kleinen Dämpfer hab’ ich noch am Vorabend bekommen, als Schual mir mitgeteilt hat, dass er noch einen Termin wahrnehmen muss und später weggeht. Wie schnell er dann im Endeffekt wirklich gegangen ist, wird sich später zeigen.
Bewaffnet mit dem Wanderführer von Maria/Marika Käfer gingen Peter und ich also pünktlich um 6:00 von Perchtoldsdorf weg. Danke an dieser Stelle fürs Abholen, es hat sich als sehr klug herausgestellt, nicht vom Stephansdom wegzumarschieren…
Um möglichst flexibel und von den Quartieren unabhängig zu sein, hat Schua(h)l das Campingzelt mit und irgendwie an seinem Rucksack montiert. Peter und ich waren für die rund 1,5kg schweren Inzersdorfer Gulaschdosen, Speck, Brot, Besteck und Gaskocher verantwortlichen. Diese doch nicht sehr leichten Utensilien, fanden irgendwie neben den wirklich wichtigen Dingen, wie Gewand, Waschzeug, Wasser und Traubenzucker platz. Alles? Nein! Wenn man schon zelteln will, braucht man ja auch noch einen Schlafsack und eine Schlafmatte. Gesagt, getan.
Nun dürfte der Rucksack wohl so mindestens 12kg gewogen haben. Schwerer als gedacht, wie sich spätestens beim Aufsetzen des Rucksacks in Perchtoldsorf herausstellte. Schnapsidee. Den Rucksack, bzw. sein Gewicht hab’ ich wohl komplett unterschätzt, nicht das einzige, wie sich noch herausstellen sollte.
Nach gut 6h Gehzeit sind wir in Heiligenkreuz angekommen, waschelnass, komplett bis auf die Unterwäsche durchnässt und die ersten 20km hinter uns gebracht, war mal eine kurze Mittagspause angesagt. Das erste (Motivations)bier liess dann natürlich auch nicht auf sich warten. Sichtlich vom Wetter und vom Gewicht des Rucksacks gezeichnet liessen Peter und ich die letzten 6h (inkl. 1h Gehzeit auf dem falschen Weg) revue passieren lassen.
Der Regen hat zum Glück ein wenig nachgelassen und so machten wir uns nach einer Stunde Pause auch wieder auf den Weg. Mittlerweile war Schua(h)li schon ganz in unserer Nähe, wie wir dank guten Handyempfangs erfahren haben. Bei der nächsten kleineren Rauchpause hat er uns dann auch schon eingeholt. Wahnsinn. Abmarsch um 10:30 in Perchtoldsdorf, er hat keine Pausen gemacht und hat uns dann ach 4h purer Gehzeit, oder eher Laufzeit, eingeholt.
Endlich waren wir als ‘MAR-IAZ-ELL’ Trio komplett und machten uns dann gemeinsam auf den Weg.
Teilweise wurden wir nun auch von etwas Sonnenschein begleitet und die (Funktions)kleidung (Wort des Tages 2 laut Peter) wurde etwas trockener. Keiner von uns konnte wirklich aufrecht gehen, die übervollen Rucksäcke zwangen uns doch etwas gebückt zu gehen. Schnell war klar, das wir das geplante Tagesziel, Klein Maria Zell nicht erreichen werden. Unmöglich.
In Nöstach kehrten wir dann so gegen 19:45 im ‘Grünen Baum’ ein, ich übernahm nun die komplette Logistik, arrangierte ein kleines Lager für unsere Schlafsäcke, das Zelt und die Essensvorrätte um am nächsten Tag mit leichteren Rucksäcken weitergehen zu können. Wir wurden herzlichst von der Wirtin aufgenommen und auch das Zurücklassen unserer Sachen war zum Glück kein Problem.
Tja, wie hat es Peter so schön und treffend gesagt – “Die Rucksäck’ hom uns des Gnack brochen…”
Fortsetzung folgt…
Die Strecke:
Start in Wien (Rodaun) in Perchtoldsdorf um 6:10, über die Kammersteiner Hütte nach Heiligenkreuz, Mittagspause so um 12:00. Weiter so gegen 13:00, Richtung Mayerling und Maria Raisenmarkt. Schua(h)li hat uns umm 14:30 eingeholt (sein Start: 10:30). Ankunft in Nöstach beim ‘Grünen Baum’ gegen 19:45. 31km.
Keine ähnlichen Beiträge vorhanden.





August 31st, 2010 at 23:16
[...] man im Artikel ‘On the road Tag 1′ nachlesen kann, befinden wir uns also im ‘Grünen Baum’ in Nöstach. Nach dem ausgiebigen Frühstück [...]